Leipziger Völkerbrot

Döbelner Allgemeine vom 17. Mai 2008


Kreissäge - Falke späht nach Tanzbrot

Als gestern der Turmfalke, der im Rathaus Döbeln logiert, über dem Niedermarkt kreiste, dachte er im ersten Moment, er müsse mal zum Augenarzt fliegen. Doch sein Blick war scharf wie Mardersenf: Tatsächlich wurde da unten "Völkerbrot" verkauft - und für ihn kein Krümel übrig gelassen. Das war es aber nicht, was dem Greif das Nackengefieder aufstellte. Vielmehr der Umstand, dass die Döbelner jetzt mit jeder Bemme fürs Völkerschlachtdenkmal im fernen Leipzig spenden wollen. Dabei wohnt in dem hässlichen Steinklotz kein einziger Flugkollege. Und überhaupt: In heimischen Gefilden gibt es genug zu sanieren!

Wie wäre es denn mit einem Tanzbrot? Falsch, liebe Frauen, Eure Männer sind nicht gemeint. Es geht um ein Brot - das Brötchen hieße "Tanzi" - welches zu Gunsten der Show-Tanz-Formation Döbeln gebacken wird. Dort brodelt es nämlich mächtig. Der Verein hat gerade seiner Trainerin gekündigt, weil die mit der Formations-Elite aus der Reihe tanzen will. Hinzu kommt, dass ein Tanzpalast unterhalten werden muss, die Vereinskasse aber alles andere als königlich gefüllt ist.

Also Döbelner Bäcker: Kreiert das Tanzbrot! Es danken Euch garantiert die Showtänzer, die Döbelner Turmfalken und die Kreissäge.